Der erste April – oder wie ich mich selbst hoch nahm …

Der erste April – oder wie ich mich selbst hoch nahm …
… oder als ich dachte der Tag würde sonnig aber kühl werden.

Baum am KanalNur muß ich dazu weiter ausholen. Also nicht wirklich weit, nur ein paar Buchstaben weit. Vielleicht auch ein paar Stunden weit. Ich könnte es auch kurz machen und einfach sagen: ich war schon ziemlich früh auf und hatte nichts besseres zu tun. Mir fällt eben auf, das das auch reicht, ihr müßt ja nicht alles wissen. Der Punkt war, ich war am ersten April schon ziemlich früh auf – um kurz nach Mitternacht sogar. Also habe ich mir die Zeit mit etwas lesen und Diesem und Jenem vertrieben. Und ich hatte auch das Glück, eine Schwester auf der anderen Seite der Erde zu haben – so konnte ich endlich mal mit ihr telefonieren ohne die Nachtruhe zu stören. Also eine Nachtruhe habe ich durch das Telefonat schon gestört, aber irgendwo – oder bei Irgendjemand – hakt´s ja immer wenn man etwas tut.

Um fünf Uhr am Morgen saß ich dann da und dachte mir, „was mach ich jetzt schönes?“ … Ahhh – ich wollte ja ohnehin zur Krankenkasse und überhaupt ein paar Dinge in der großen kleinen Stadt, nicht der kleinen um´s Eck erledigen und vielleicht einfach nur rumhängen. Also rauf aufs Fahrrad, weil ich hatte ja sehr viel Zeit, und ab den Kanal entlang. Und ja, es war ziemlich kalt – aber dagegen war ich gewappnet. Naja, die Füße waren da nicht so gut ausgerüstet. [Nein, hier ist der Text nicht zu Ende!]

Stromleitung am Kanal

Anfangs war es gar nicht so neblig – und ein wenig schimmerte die Sonne durch

 

Schleuse Eibach

Aber später stiegen die Schwaden nur so auf.

Hauskaskaden

Hausgiebel-Kaskaden

 Zwanzig komplette Kilometer bin ich an dem Kanal entlang geradelt. Die Fuß- und Zehenspitzen haben gefroren. Trotzdem habe ich lieber keine Pause gemacht, da wird einem dann nur wirklich kalt.
Also noch den Hafen umrundet und einige Schnellstraßen und Gleise überquert. In einem Wohnviertel habe ich mich dann von der stinkigen Berufsverkehr-Lärmqualm-Durchsatzader in ein kleines verwinkeltes Quartier verzogen. Hier konnte ich endlich Pause machen, war doch die Sonne endlich wärmend genug.
Weil das Kassenbüro erst um neun aufzumachen pflegt, habe ich ein wenig telefoniert. Und, bumm, bei dem Telefonat dämmert mir so langsam was ich verpeilt habe: alle Papiere die ich bräuchte liegen noch zu Hause auf meinem Schreibtisch – wahnsinn. Und dabei habe ich an alles gedacht: lange Unterhosen, zwei Pullis, warmen Tee, Brotzeit, Kamera, Einkaufsliste …. urgss … nur halt nicht an das, weswegen ich los gefahren bin. Dumme Sache das, aber egal, dafür konnte sich jemand über frische Semmeln zum Frühstück freuen. Und überhaupt hat es sich trotzdem gelohnt!

 

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk von whongaye ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung
Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen – 4.0 Internationale Lizenz
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